Nicola Tölle

März 2016

Die freien Tage um Ostern waren ein Segen. Endlich, endlich konnte ich mein neuestes Projekt abschließen – und Buch Nummer 3 veröffentlichen!

Dogtales BuchcoverDa es sich diesmal um eine Geschichtensammlung verschiedener Autoren handelt, lag letztlich nicht alles in meiner Hand – ich musste auf Fotos, Einverständnisse und Textabsegnungen warten; außerdem fiel mir die Entscheidung für ein passendes Cover schwer – und dann hatte ich auch noch Stress beim Hochladen der Dateien (besser gesagt mein Mann – ich bin die totale PC-Niete). Aber jetzt ist es geschafft, und ich freue mich riesig und hoffe, dass dieses Buch nicht nur den Co-Autoren gefällt, sondern auch vielen anderen Hunde-Menschen 🙂

 

Februar 2016

Luna meditiert (1 von 1)-1Ich war seit vielen Monaten endlich wieder einmal bei der Mensch-mit-Hund-Meditation; diesmal mit beiden Mädels – und mit meiner besseren Hälfte – das war mal etwas ganz Anderes 😉 sehr, sehr schön…

Ich kann jedem, der offen ist für Neues, nur empfehlen: Probiert es aus. Genießt. Entspannt. Und seid eurem Hund nahe. Die liebe Marion bietet nun schon seit geraumer Zeit regelmäßige Abende an – dabei ganz individuell abgestimmt auf die Teilnehmer – und macht dadurch einen solchen Abend zu etwas ganz Besonderem!

Meditationen für Mensch und Hund: Was das ist und „wie es geht“…

In unserer schnelllebigen Zeit kommen auch Hunde oft an ihre Grenzen, denn sie spiegeln ihren Besitzer. Durch gemeinsames Entspannen können Mensch und Hund (wieder) eine harmonische Beziehung zueinander aufbauen. Hier helfen eine Energie-Sitzung oder eine Entspannungs- und Meditationsstunde mit Hund. Wer sich auf diesen etwas ungewöhnlichen Weg einlässt, der kann lernen auf einer anderen Ebene mit seinem Hund zu kommunizieren. Das gemeinsame Entspannen sorgt für ein harmonisches Miteinander; dies wiederum ermöglicht das Entstehen einer tiefen Bindung zwischen Mensch und Hund.

Zwei bis drei Menschen mit ihren Hunden treffen sich in einem kleinen gemütlichen Raum und lernen entspannen – das heißt: Einmal Zeit für sich selbst nehmen, den Kopf frei bekommen und die Seele baumeln lassen… Es tut unglaublich gut, einmal durchzuatmen und Energie zu tanken; der Stress fällt ab, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert, innere Blockaden können sich lösen – und plötzlich geht man bewusster und offener durchs Leben, trifft klare Entscheidungen und kann vielleicht positiver mit dem sonst so grauen und anstrengenden Alltag umgehen.

Mehr unter: http://www.mopsherrrossi.hunde-homepage.com

 

Januar 2016

Meine liebe Phalène.

Winter 2016

Ich habe dich nicht vergessen. Ich denke an dich. Jeden Tag. Und weil ich über jeden einzelnen Augenblick mit dir glücklich bin (außer du musstest ungefragt einem Reh hinterhersetzten, oder du hast trotz heftiger allergischer Reaktion schon wieder nach einer Wespe geschnappt, etwas Essbares aus der Küche geräubert oder – schlimmer – gerade Sch… gefressen), habe ich kein Riesending aus deinem Geburtstag gemacht. Weil ich jeden Tag mit dir genieße. Jeden.

 

Dezember 2015

Wir durften in der letzten Woche schon unser ganz persönliches Mini-Weihnachten feiern – es gab nämlich Post aus Norwegen. Und auch wenn es erst zwischen dem zweiten und dritten Advent war, konnten wir einfach nicht mehr warten 🙂 unmöglich!

HundepulloverSeit dem Sommer sind wir auch auf Instagram aktiv; es ist schon echt erstaunlich, wie leicht man dort „international“ wird: Innerhalb kürzester Zeit gehörten zu unseren Stammaccounts auch solche aus Österreich,  Großbritannien und Frankreich, aus Spanien, mehreren amerikanischen Staaten – und eben auch Norwegen 🙂 Dort konnten wir über Wochen das Heranwachsen eines Elfer-Whippet-Wurfes verfolgen (schmelz!!!); die Mutterhündin war Luna wie aus dem Gesicht geschnitten, und auch der Rüde war sandfarben mit schwarzem Strom – bildschöne Tiere… und natürlich jede Menge hinreißende Welpenfotos! Auch wenn die nun alle ausgezogen sind und bei ihren neuen Familien leben, folgen wir den Elterntieren weiterhin auf Instagram, einfach weil es ein wunderschöner Account ist.

Tja, und dann kamen Bilder der selbstgestrickten norwegischen Herbst-Winter-Kollektion bei Familie Whippet… haben-wollen!

Versuch macht klug: Ich schrieb die sympathische Whippetmama an und fragte, obe es möglich sei… vielleicht für Luna und Phalène…?! Und o Wunder: Sie hatte in ihrem Hundekleiderschrank noch mehere nicht verschenkte/verkaufte Pullover 🙂 Wir entschieden uns kurzerhand für zwei schicke Pullover in Brauntönen, tauschten Bankdaten und Adressen aus – und innerhalb einer einzigen Woche ging alles wie von Zauberhand reibungslos über die Bühne: Geld von Deutschland nach Norwegen, Pullover eingetütet, ab in den Versand – und da sind sie 🙂 🙂 🙂

Hundepullover-2…was soll ich sagen?! Sie sind einfach genial!!! Die Mädels durften schon zweimal mit Pulli durch den Nieselregen – und waren super entspannt! Vor allem froren sie nicht, als wir losgingen. Das sind immer die unangenehmsten Minuten, kurz nach Verlassen der warmen Wohnung – von 22 Grad drinnen auf knapp 10 Grad draußen; und es dauert eben etwas, bis wir uns eingelaufen haben und die „Betriebstemperatur“ entsprechend erhöht ist und Luna und Phalène nicht mehr frieren.

Aber ganz ehrlich: Auch wenn die Pullover nicht wärmen würden – die Mädels sehen derart hinreißend aus, dass ich sie trotzdem da reinstopfen würde, nur um mit meinen feschen Norwegerinnen ein bisschen zu prahlen… 😉 😉

Hundepullover-8

Wie kann man nur so schön sein…?!

November 2015

Draußen ist es grau und stürmisch, zwischendurch auch mal unangenehm nass – der Herbst ist da. Wir verkrümeln uns lieber auf die Couch.

Phalènes NaseIch fürchte, die Sache mit dem Futterbeutel ist (noch?) nicht das Nonplusultra ist für mich (hoffentlich hört Jan Nijboer gerade weg 😉 und erst recht die liebe Susanne, die bestimmt weiß, wie sehr ich innerlich kämpfe!!). Aber der Frust ist einfach zu groß auf Gängen ohne Beutel, bei denen Luna und Phalène merklich weniger aufmerksam sind – und teils sehr sparsam mit ihrem Blickkontakt. Verletzte Eitelkeit…? Vielleicht. Ach, was soll´s. Was wäre ein Leben ohne Herausforderungen? Die Gunst meiner Mädels will halt verdient werden.

Schön, dass der Besuch in Hamburg mich innerlich wieder ein wenig wachgerüttelt hat. Manchmal ist so etwas wichtig, denn nichts ist schlimmer als innere Trägheit. Lange Zeit hatte ich Spiele unterwegs vermieden, aus verschiedenen Gründen: Unser Weg führt uns jeden Tag durch Wäldchen und Feldlandschaft; und auch wenn es nicht mehr so viele sind wie vor ein paar Jahren noch – es gibt sie, die Hasen und Rehe, die unvermittelt aus einer Ackerfurche aufspritzen oder sich aus dem Unterholz in Bewegung setzen… nicht gut bei Sichtjägern, egal wie intensiv das Anti-Jagd-Training war. Leckerchensuchspiele sind ebenfalls ziemlich heikel, denn alle paar Monate werde ich von aufmerksamen Hundebesitzern gewarnt, dass mal wieder jemand Giftköder ausgelegt hat – also besser nichts vom Boden aufnehmen lassen. Stöckchen werfen ist auch schlecht, zumal Phalène sie selbst aussucht (meist völlig ungeeignete Exemplare, je dicker desto besser) und anstatt sie zu bringen genüsslich schreddert. Zu oft hört man von Verletzungen und/oder verschluckten Holzstücken, die Schlimmes anrichten können.

Tja. Klingt nach schrecklich eintönigen Spaziergängen. ABER!! 😉 wir haben ja den Futterbeutel 😉

wait and retrieveMit zwei Hunden ist das zwar eine echte Herausforderung – aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben 🙂

Denn hier kommt mir der intensivierte Blickkontakt wirklich enorm zuhilfe: Ich werfe, für die Hunde unerwartet, im Gehen den Beutel zur Seite oder nach hinten. Beide frieren in derselben Sekunde ein, den vermeintlichen Landepunkt des Beutels fixierend – und dann schauen sie zu mir und „fragen“ – yeah! Und ich – o Wunder über Wunder – kann eines der Mädels anschauen und mit einer Handbewegung einladen, den Beutel zu apportieren – und das andere Mädel bleibt  – Doppel-yeah-yeah!! Unbeschreiblich, welches Triumphgefühl das ist – vor lauter Stolz hab ich manchmal das Gefühl, ich müsste platzen…

Bleibt dran, alle da draußen, die ihr eure Hunde liebt – es lohnt sich – jeden Tag!

 

November 2015

Bilder Hamburg-2

In den Herbstferien – genauer gesagt: am 7. und 8. Oktober – waren wir in Hamburg. Wir heißt in diesem Fall: mein Mann und ich mit Luna und Phalène.

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen habe  ich das Gefühl, es müsste „was passieren“, ich müsste nochmal nachlegen in Sachen Hunde(Erziehung)… Manchmal kaufe ich ein Buch, wie z. B. Wölfisch für Hundehalter von Günther Bloch oder die Windhunde-Bibel der Eheleute Schritt; manchmal besuche eine Fortbildung oder ein Seminar – oder Susanne Steffen von StresslessDogs 🙂

Ich weiß, dass ich ein Mensch bin, der nur sehr schwer zufriedenzustellen ist – auch und vor allem, wenn es darum geht, den an mich selbst gestellten Ansprüchen zu genügen! Es ist ja nicht so, als hätte ich Problemhunde – ganz im Gegenteil. Luna und Phalène sind fantastisch; sie orientieren sich gut an mir und sind sehr zuverlässig. Aber trotzdem. Mich hatte vor allem Susannes Slogan des #nowordsneeded angesprochen – denn das ist genau mein Weg, den ich gehen und immer mehr optimieren möchte. Also buchten wir spontan eine Übernachtung in Hamburg – und ein Intensiv-Coaching bei Susanne!

Am Anreisetag starteten wir nachmittags mit einem gemeinsamen Spaziergang. Danach ging es ab aufs Hotelzimmer, wo wir bis abends quatschten und ich einen ersten Eindruck davon bekam, wie körpernahe Einwirkungen aussehen und funktionieren. Selbstredend, dass auch gleich die ersten „Übungen am Mann“ stattfanden – jawoll: Nicht immer müssen die Hunde für alles herhalten – man kann auch mit Menschen üben! 🙂 Das war schonmal was Neues. Und natürlich ging es am folgenden Morgen um genau diese Dinge, die wir abends nur hatten anreißen können…

Spaziergang in unbekanntem Terrain. Feld, Wald, Wiese. Ein paar Menschen, joggend, mit Hund oder auf dem Pferd. Meine Aufgabe lautete jetzt „nur“ (haha!): Luna und Phalène sollten auf meiner Höhe bleiben und so oft wie möglich zu mir schauen. Gucken – in Maßen – war erlaubt, aber nicht Stromern, Schnuppern, Markieren. Nach anfänglichen koordinatorischen Schwierigkeiten, bei denen ich mir mal wieder wie ein absoluter Bewegungslegastheniker vorkam, konnten wir sogar schon fast Normalgeschwindigkeit aufnehmen – aber was für eine Anstrengung! Leinen koordinieren, Hunde beobachten und auch im Freilauf im richtigen Moment positiv verstärken (also fix mit frostigen Fingern Leckerchen aus dem Futterbeutel fischen und nach Möglichkeit nicht fallen lassen) oder eben körpernah regulieren… das volle Programm wurde über mir ausgeschüttet, und ich sollte es anwenden. Aber ich hatte es ja genau so gewollt. Das Schlimme war nur: Als meine Aufmerksamkeit anfing nachzulassen, waren die Hunde „innerlich weg“ – krass! Das hatte ich in der Deutlichkeit noch nicht erlebt. Trotzdem gelang es mir nach und nach immer besser, Phalène langfristig auf mich zu fokussieren und meine geliebte „Pieselmarkeuse“ Luna davon abzuhalten, sich viele Meter zurückfallen zu lassen und an jedem dritten Grashälmchen zu markieren 🙂

Herbstspaziergang-2 - 2015

Heute, ziemlich genau einen Monat später (was?! ist Hamburg schon wieder so lange her? Wahnsinn…), laufe ich mit dem Futterdummy in der Hand und belohne wohldosiert; meist „teilen“ sich die Mädels eine Mahlzeit, und den Rest gibts zu Hause. Ich kämpfe allerdings immer noch mit meinem Körper… Seit ich gezielt übe, durch eine leichte Schulterbewegung einen Seitenwechsel bei den Mädels zu bewirken, reagiert Phalène höchst sensibel; sie läuft ein Ideechen hinter mir und reagiert auf winzigste Bewegungen. Es reicht, wenn ich die linke Schulter minimal nach hinten drehe, um zu sehen wo sie ist – schwupps: wechselt sie auf die rechte Seite 🙂 cool – wenn´s gewollt wäre… Aber wie immer: Ich bleibe dran!

Juli 2015

Callantsoog 2015-3Sommer. Meine Jahreszeit.

 

Juni 2015

Das zweite Buch ist da!

BuchveröffentlichungIch gebe zu, es hat etwas länger gedauert als bis zu den Osterferien – aber dafür gibt es auch mehr zu lesen.

Luna und Phalène erzählen Geschichten aus den letzten zwei Jahren: Wie die „Arbeit“ in der Hunde-AG und der Einzelförderung war, was sie an kleineren und größeren Abenteuern in ihrer Freizeit erlebt haben, und natürlich Neues aus der Hundeschule… einfach mal reinschauen! Amazon, thalia & co. gewähren einen „Blick ins Buch“ mit Leseprobe, und es gibt sowohl die Printausgabe alsauch das E-Book – viel Spaß!

 

The Art of Shirt

Whippets T-Shirt

Ich war nicht völlig untätig – wenn auch nicht unbedingt mit der Weiterführung des Blogs beschäftigt 🙂

Dann ist da noch Buch Nummer zwei, das langsam aber sicher erzählt werden will… Ostern! Habe ich mir fest vorgenommen! Dann gibt´s auch hier wieder mehr zu lesen (hoffe ich)! Bis dahin: Geduld…

 

Lesung Fotos-3

Dezember 2014

Was für ein wunderschöner Abend…

Die Lesung war ein voller Erfolg, alles stimmte: das Ambiente, die Zuhörer, unsere Textauswahl – einfach grandios! Und auch wenn „nur“ vier Besucher sozusagen völlig Fremde von außerhalb waren, so haben wir uns über die vielen lieben Kollegen, Freunde und Bekannten mindestens genauso sehr gefreut!

Unser Dank gilt der lieben Frau Marckus, Inhaberin des Café Kö, in deren Räumlichkeitenwir die Lesung  ausrichten durften.

Ein dickes Dankeschön geht an unseren grandiosen Moderator David, der ganz nebenbei auch noch zusammen mit der lieben Kiki für die musikalische Untermalung sorgte  – Saxophon mal zwei, a cappella, ein wahrer Ohrenschmaus 🙂

Danke auch an die Podcaster-Freaks Jakob und Dirk von rurpod.de, die unsere Lesung mitgeschnitten haben und uns sogar in eine ihrer nächsten Sendungen einladen wollen…

Der größte Dank geht aber an all die lieben Menschen, die andächtig unseren Kurzgeschichten und Anekdoten gelauscht haben, die an den richtigen Stellen gelacht und geklatscht haben – und die uns haben fühlen lassen, dass wir gar nicht mal so schlecht waren und dass es für sie ein rundum gelungener Abend war – DANKE!!!

(…und vielleicht noch ein klitzekleines, leises dankeschön an meinen Meisterfotografen… 🙂 wunderschöne Bilder, wie immer!)

Herbst 2014 Gegenlicht 2

November 2014

Für ausführliches Berichten fehlt mir im Moment die Muße, der Kopf ist nicht frei, und irgendwie knubbeln sich Ereignisse und Termine – bleibt die Frage, ob es sich hierbei um  ein echtes Vorweihnachts-Phänomen handelt… 🙂

Egal. Ein paar Dinge will ich trotz allem kurz erzählen.

Seit Beginn des Schuljahres besuchen Luna, Phalène und ich einmal in der Woche eine der beiden Unterstufenklassen unserer Schule. Das ist schon etwas anderes, mit zwölf Erst- und Zweitklässlern… aber Respekt: Die Kiddies sind sensationell leise, wenn wir kommen – da kann sich manch ein Mittel- oder sogar Oberstufenschüler eine Scheibe abschneiden!

Nach mehreren Wochen gemeinsamen Arbeitens (es wollen ja eine Menge „Hunderegeln“ gelernt werden, und die Kinder sollen sich in Ruhe an die Hunde gewöhnen, genauso wie die Hunde an die Kinder) sind wir in den letzten Stunden dazu übergegangen, immer einer kleineren Gruppe von Kindern zu ermöglichen, etwas intensiveren Kontakt zu den Hunden aufzubauen. In einem Nebenraum spielen und kuscheln wir, die Hunde dürfen Leckerchen fressen, die Kinder können kleine Tricks ausprobieren… je nach Situation und Stimmungslage der Kinder gestalten wir diese gemeinsamen Stunden ganz individuell unterschiedlich – aber natürlich immer zum Wohl aller 🙂

Hunde Unterstufe

 

Ganz nebenbei hat die Veröffentlichung der „Herz-Damen“ mich unerwartet vorangetrieben und beflügelt – ich war tatsächlich so mutig, zusammen mit einer lieben Kollegin, die ebenfalls leidenschaftlich gern Geschichten schreibt (wenn auch aus einem ganz anderen Genre), einen Leseabend zu organisieren. Es kribbelt und krabbelt, die Nerven beginnen schon leicht zu vibrieren: Am nächsten Freitag (28. November) ist es so weit!

 

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Lesevergnügen im Bistro-Café „Kö“

Ein Sofa – zwei Hunde – und jede Menge Geschichten – Lassen Sie sich überraschen!

Leseabend - sw Bild

Nicola Tölle: „Herz-Damen“

Die Whippet-Hündinnen Luna und Phalène führen ein ungewöhnliches Leben. Obwohl sie echte Windhunde sind, nehmen sie nicht an Hunderennen teil. Sie fahren auch nicht zu Ausstellungen – und das liegt bestimmt nicht daran, dass sie nicht gut genug aussähen!

Stattdessen begleiten die beiden Hundemädels ihr Frauchen regelmäßig zur Arbeit an einer Förderschule. Hier erlebt das Mensch-Hunde-Team fast immer Lustiges, manchmal Aufregendes und ab und zu auch Trauriges. Ganz nebenbei gibt es auch in der Freizeit viele größere und kleinere Abenteuer zu bewältigen…

      Lou Lila: „Geschichten vom Sofa“

Ein Café, in dem ein rotes Sofa zum Verweilen einlädt, steht im Zentrum des Buches. Die verschiedensten Persönlichkeiten besuchen im Laufe eines Tages das Café. Auf dem Sofa sitzend, werden die heiteren, traurigen, unerhörten, erschreckenden, nachdenklich stimmenden, fantastischen… Geschichten der unterschiedlichsten Menschen erzählt. Die Cafébesitzerin, die alles auf besondere Art zusammen hält, hat neben ihrem Sofa einen besonderen Platz in der Geschichte.

 

Freitag, 28.11.2014, 19.30 Uhr

Bistro-Café „Kö“, Kölner Str. 49, 41812 Erkelenz

Der Eintritt ist frei.

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Unabhängig davon, wie es ausgehen wird: Es ist ein tolles Gefühl, so etwas zu machen!

So. Da  noch ein paar Details für den Abend weiter vorbereitet werden wollen – genug für heute 🙂 Daumendrücken dringend erwünscht!!!

 

Oktober 2014

Was lange währt… das erste Buch (ehemals das E-Book „Ein Jahr mit Luna und Phalène“) ist tatsächlich als Paperback erschienen.

Nach vielem Hin und Her habe ich mich für BoD – zu deutsch: Books on Demand – entschieden. Für kleines Geld kann man hier seine Werke im Selbstverlag veröffentlichen, mit Covergestaltung, Klappentext, ISBN und allem Drum und Dran. Feine Sache.

Nun sind Luna, Phalène und ich also käuflich zu erwerben… online, bei amazon, thalia & co., aber auch in jeder Buchhandlung. Da der Text nochmal ordentlich überarbeitet wurde, habe ich mich sowohl für ein neues Cover-Bild als auch für einen neuen Titel entschieden:

BoD-Bücher Herz-Damen

Meine erste Veröffentlichung – Triumph!!

 

August 2014

Plopp. Weg ist sie, die Urlaubsentspannung. Seit Monaten fühlt es sich so an, als würde ich auf der Stelle treten. Was für ein Frust! Dabei will ich doch nur die Hundetagebücher veröffentlichen. Die Sommerferien waren eigentlich als finale Überarbeitungs- und Hau-raus-Zeit geplant. Endlich. Dauert ja schon lang genug, die Hampelei. Beide Tagebücher sind im Grunde fertig, überarbeitet und sozusagen druckreif. Und jetzt gestaltet sich die ganze Angelegenheit als unendlich kompliziert – ärgerlich!

Aber noch gebe ich nicht auf…

 

Sommerurlaub 2014

Kirchdorf 2014-7Traumhaft schöne und sehr abenteuerliche vierzehn Tage liegen hinter uns…

Eigentlich schlägt mein Herz ja für die See, insbedondere für die Niederlande, für die nordholländische Küste, für Texel… und nur widerwillig habe ich mich dem Familienurteil gebeugt: Nach fast fünfzehn Jahren sommerlichem Nordseeurlaub in Folge ging es diesmal in die Berge, in die Nähe von Kitzbühel. Und entgegen all meiner inneren Vorbehalte muss ich sagen: was für ein toller Urlaub!

Aber ich bin auch froh, dass wir alle wieder heil zurück sind… das waren schon ein paar wirklich anspruchsvolle Wanderungen, die wir da zum Teil unternommen haben. Immerhin sind wir keine durchtrainierten Kletterer, und für die Hunde war es überhaupt das erste Mal, dass sie die Bergwelt erleben durften.

Kirchdorf 2014-20

Mit unserem Sohn und unserer Tochter mussten wir jeden Tag aufs Neue verhandeln, ob sie an einer Tour teilnehmen oder nicht (gibts auf der Alm WLAN? und was zu essen?). Luna und Phalène bauten da eher auf stummen Protest in Form von Schlafsessions auf dem Sofa, wenn die Knochen allzu sehr von Muskelkater geplagt waren. Und doch konnten wir fast alle Wanderungen gemeinsam unternehmen. Glücklicherweise gab es jede Menge zu sehen (Handykamera raus! Selfies und Videos von coolen Wasserfällen und seltenen Schmetterlingen machen!) – allerdings rutschte uns das ein oder andere Mal das Herz in die Hose, wenn der Weg arg schmal und uneben wurde und der Abgrund unangenehm tief: wie kann man über Stock und Stein hangeln mit Blick durch ein winziges Objektiv?! Teenies…

Dann doch besser trittsicher auf vier Pfoten durchs Gelände pilgern, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Phalène, die Hummel, wollte em liebsten immer vorneweg den Weg auskundschaften und fand es gar nicht in Ordnung, wenn mein Sohn mit seinen langen Haxen losstiefelte und kurzfristig außer Sicht geriet. Luna dagegen war wie immer die Bedächtige, die sich jeden Schritt überlegte und am Ende die Sauberste und Ausgeruhteste von uns war, weil sie sich immer den besten Weg gesucht hatte… 🙂

Doch spätestens seit diesem Urlaub weiß ich wirklich zu schätzen, warum ich so viel mit meinen Hunden arbeite. Ich bin extrem dankbar für die vielen vielen Übungen und Tricks, die die Hunde und ich lernen durften – und die jetzt alle plötzlich wichtig wurden! Wie oft kamen wir an Stellen, die wir nicht nebeneinander oder nur ganz langsam passieren konnten: Engpässe, die kaum breiter waren als unser Schuhwerk, rutschiges Gestein oder Wurzelwerk, viel zu hohe Stufen, eine Sprossenleiter, Steilhänge… ein dreifaches Hoch auf meine Mädels – sie waren einfach super!!! Mal gingen sie klaglos hinter mir, mal vor – immer so weit, wie die Leine reichte; dann hieß es warten, aufschließen und auf „okay“ weitergehen, denn Frauchen musste ja erst die Lage checken und entscheiden, wie es weiterging. Manchmal hieß es auch „hier entlang“, und ich dirigierte die beiden mit Gesten auf dem für sie leichtesten Weg um Hindernisse herum. Nur an einigen wenigen Stellen gab es eine kleine Hebefigur, wenn welbst ein Whippet nicht mehr weiterkam 🙂

Unser „Rekord“ lag bei 550 Höhenmetern – für Ungeübte, finde ich, ist das eine gar nicht mal so schlechte Leistung!

Kirchdorf 2014-19 Zur Belohnung gab´s dann auch reichlich Futter (für Zwei- und Vierbeiner) auf der Hütte. Und die wohlverdiente Portion Kaiserschmarrn türmte sich auf dem Teller fast ebenso hoch wie der Gipfel, den wir gerade unter viel Gestöhne und Geschwitze erklommen hatten 🙂

Luna hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, von ihrem Haus-und-Hoffotografen vor der Gebirgswand abgelichtet zu werden…

Kirchdorf 2014-18…nur damit niemand auf die Idee kommt, ihre meisterhaften Wanderleistungen anzuzweifeln…

 

 

 

 

Juli 2014

 

So. Hier kommt wie versprochen ein kleiner Vorgeschmack auf Hundetagebuch Nmmer 2:

Vorwort

Dass mir meine Hunde sehr am Herzen liegen, ist kein Geheimnis. Natürlich soll es Luna und Phalène gut gehen, und zwar so gut wie möglich. Aber dazu gehören für mich nicht nur optimales Futter, regelmäßige Spaziergänge und soziale Kontakte. Mich interessieren auch vor allem die inneren Strukturen des Mensch-Hunde-Teams. Was muss ich erkennen, verstehen und beachten, wenn ich mit meinen Hunden zusammenlebe? Welche Beziehungsverflechtungen gibt es, und wo sind Wirkzusammenhänge, die ich als „Kopf der Bande“ mitbestimmen und lenken kann?

Im ersten E-Book „Luna und Phalène – Tagebuch zweier Whippets“ berichtete ich von Anita Balser, die mich im Umgang mit meinen Hunden maßgeblich beeinflusst hatte – daran hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn die Intensivtage mittlerweile mehr als eineinhalb Jahre zurückliegen. Und trotzdem bleibe ich dran und bin immer wieder auf der Suche nach „Mehr“: Ich nehme an Kursen bei verschiedenen Hundeschulen teil oder besuche auch mal ein Tagesseminar zu einem interessanten Thema. Ab und an nehme ich mir die Zeit für eine Einzeltrainingsstunde inklusive Beratung. Und natürlich lese ich immer wieder Bücher zu den unterschiedlichsten Themen.

 

Im November durfte ich sozusagen einmal „die Seiten wechseln“ und als stille Beobachterin und Helferin dabei sein, als sich mehrere Mensch-Hund-Teams zur Einführungsveranstaltung einer Fortbildung zusammenfanden. Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen sozialen Einrichtungen (KiTa, Schule, Ergotherapie-Praxis…). Sie alle waren sehr daran interessiert, zusammen mit ihren Hunden pädagogisch bzw. therapeutisch zu arbeiten. An diesem Tag ging es allerdings zunächst um eine erste Einschätzung der Hunde und auch um die Sensibilisierung der Menschen, bevor die eigentliche Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Hundgestützte Pädagogik und Therapie“ stattfinden sollte.

Tatsächlich kommt es leider immer wieder vor, dass die Hunde nicht in dem Maße geeignet sind für den Einsatz in der Schule oder in einer therapeutischen Einrichtung, wie man selbst vielleicht angenommen oder sogar erwartet hatte. Oft ist der Blick einfach getrübt von dem großen Wunsch, zusammen mit dem eigenen Hund als Team arbeiten zu können. Und schnell werden dann die feinen Signale übersehen die ein Hund zeigt, der sich in seiner Haut nicht wohlfühlt.

Wie wichtig die Einschätzung der Hunde ist – und wie viel wichtiger darüber hinaus die Sensibilisierung der Menschen! – wurde mir selbst klar, als ich mit meiner eigenen Hündin an der Fortbildung „Hundgestützte Pädagogik und Therapie“ teilnahm: Meine in meinen Augen absolut traumhafte Luna ließ zwar alles klaglos über sich ergehen, zeigte aber auch was sie nicht mochte, indem sie sich bei der Eignungsanalyse einigen Situationen und Anforderungen einfach entzog. Mit einer so klaren Abgrenzung hatte ich nicht gerechnet – und mir rutschte bereits das Herz in die Hose: mein Hund, nicht geeignet?! Was dann…?

Luna erhielt eine positive Einschätzung. Ich konnte mich in allen Situationen hundertprozentig auf meine Hündin verlassen, die auch auf die leisesten Signale sofort reagierte. Entscheidend war nicht zuletzt auch, dass Luna in für sie unangenehmen Situationen ein absolut defensives Meideverhalten zeigte, frei von jeglicher Aggression. Trotzdem musste ich mir am Ende der Fortbildung eingestehen, dass Luna nicht beliebig in allen schulischen Bereichen einsetzbar sein würde. Nicht, wenn ich verantwortlich arbeiten wollte. Es lag nun an mir die Bedingungen so zu gestalten, dass die Teilnahme am Schulleben für Luna nicht zur Belastung oder Überforderung wurde.

Glücklicherweise war mit meiner zweiten Hündin Phalène ein temperamentvoller Wirbelwind bei uns eingezogen, offen für alles und immer den Schalk im Nacken. Mit ihr nahm ich, sobald sie alt genug war, ebenfalls an einem Seminar für Hundgestützte Pädagogik teil. Bei der Einschätzung konnte Phalène mit ihrem freundlichen und offenen Wesen, ihrer Kontaktfreude und ihrer Sanftmut überzeugen.

Ich glaube, die Entscheidung zu einem zweiten Hund war in jeglicher Hinsicht goldrichtig: Die spritzige Phalène ist die perfekte Ergänzung zu der ruhigen, in sich gekehrten Luna. Wobei diese es sich natürlich nicht nehmen ließ, sich die liebe Phalène ganz nach ihrem eigenen Gusto „heranzuziehen“! Beide zusammen ergänzen sich einfach optimal – auch schulisch gesehen – und tun sich in jeglicher Hinsicht gut.

 

Es ist schon beeindruckend zu erleben, was unsere Hunde manchmal bei Schülern mit emotionalen Auffälligkeiten erreichen können, wenn wir nur die nötige Geduld mitbringen – und Zeit! Wie schön, dass bei uns Schulleitung und Lehrerkollegium unsere Arbeit unterstützen und ganz Vieles möglich machen, zum Beispiel dass wir zu zweit eine kleine AG-Gruppe leiten können und sogar Stunden für die Einzelförderung bekommen.

Aber je länger ich Hundgestützte Pädagogik arbeite, umso mehr fällt mir auf, wie viel Verantwortung ich hier trage, und zwar für alle Beteiligten. Wir filmten beispielsweise im Rahmen der Hunde-AG eine der letzten Proben für eine geplante kleine Vorführung. Im festen Glauben, mit den Schülern und den Hunden brillieren zu können, nutzten wir die Sequenz als Supervisions-Material. Und fielen aus allen Wolken als wir vor Augen geführt bekamen, wie viele Details wir nicht beachtet oder schlichtweg übersehen hatten! Da stellt man sich selbst und seine Arbeit anschließend ganz schön infrage… Aber gerade dieser unvoreingenommene, fachmännische (und bisweilen kritische) Blick von außen ist notwendig, damit wir nicht selbstverliebt und betriebsblind daherkommen und womöglich irgendwann unvorsichtig werden oder gar unseren Hunden Unzumutbares zumuten.

In den Erzählungen, vor allem in den Hunde-AG-Stunden, werden immer wieder einmal Situationen aus dem Schulalltag beschrieben, die sich so anhören als würden wir genau das gar nicht beherzigen, was wir gerade als grundlegende Notwendigkeit definiert haben – nämlich die Hunde vor Unzumutbarem zu schützen. In der Hoffnung, jetzt nicht mit der sprichwörtlichen Betriebsblindheit daherzukommen, bin ich so mutig zu behaupten: Dieser Eindruck täuscht. Momentan arbeiten wir zusammen mit den drei Hunden einmal in der Woche in der AG. Luna und Phalène sind bereits eine Stunde vorher in der Schule und begleiten in dieser Zeit eine Einzelförderung. Wir sprechen also insgesamt von zwei, maximal drei Schulstunden in der Woche. Hinzu kommen zwei-, vielleicht dreimal im Jahr außerplanmäßige Veranstaltungen wie die Projekttage oder die Sporttage.

Natürlich gibt es ab und an Situationen, die für die Hunde anstrengend sind; aber wir sprechen hier immer von Augenblicken, von einigen wenigen Minuten. Die Hunde sind dabei nie unmittelbar betroffen, sondern erleben die Spannungen oder Konflikte maximal „aus der zweiten Reihe“. Und jedes einzelne Mal gehen wir hinterher in die Reflektion und fragen uns: „War das jetzt für die Hunde so in Ordnung? Was hätten wir besser oder anders machen sollen? Wie gehen wir beim nächsten Mal vor?“ Hätten wir tatsächlich den Eindruck, dass unsere Hunde uns nicht gern zur Schule begleiten – wir würden sie umgehend zu Hause lassen. Und das Projekt „Hundgestützte Pädagogik“ komplett aufgeben. Oder auf unbestimmte Zeit einfrieren. Oder wir würden beginnen konzeptionell umzustricken…

 

Januar bis März 2013

 Januar 2014

 Tja. Schande über mich.

Bei der Durchsicht der Texte habe ich feststellen müssen, dass ich tatsächlich von Januar bis März 2013 nicht besonders mitteilsam war… um nicht zu sagen: stumm! Vielleicht lag es daran, dass es so lange so kalt war. Oder so dunkel. Winterdepression oder so. Ich weiß es nicht. Vielleicht gab es auch einfach nichts zu erzählen.

Obwohl… na ja, vielleicht doch.

 Da war zum Beispiel der Versuch, eine neue Rubrik auf unserem Schulhund-Blog ins Leben zu rufen. Eigentlich hatten wir gedacht es wäre eine tolle Idee, wenn die Schülerinnen und Schüler aus der Hunde-AG selber berichten würden, was sie zusammen mit den Hunden gemacht haben.

Aber das war leider nicht so einfach umzusetzen wie wir uns das vorgestellt hatten. Zum einen fiel es den Jungen und Mädchen ziemlich schwer zu beschreiben, was in den AG-Stunden stattgefunden hatte. Zum anderen gab es ein zeitliches Problem: Während der AG waren alle zu beschäftigt, um Notizen zu machen. Und wenn wir die Berichte sozusagen als „Hausaufgabe“ deklarierten, dann verlor das Ganze gewaltig an Reiz – und obendrein vergaßen die Schüler im Laufe der Woche, etwas zu schreiben. Und da wir ehrlichgesagt auch keine Lust hatten, Stress aufkommen zu lassen, ließen wir die Aktion nach wenigen Wochen einfach wieder einschlafen… schade.

Vielleicht haben wir ja irgendwann nochmal eine zündende Idee, wie wir die Schüler besser motiviert bekommen. Bis dahin werden wir die Rubrik „Schülerbeiträge“ halt auf Eis legen.

 

 Und dann war da noch die Sache mit dem Hundetrainer. Ende Januar hatten wir im Rahmen der Hunde-AG einen „echten“ Hundetrainer eingeladen. Der kam zur gewohnten AG-Zeit mit seinem Hund zu uns in die Schule. Die Schüler wussten von nichts und waren entsprechend überrascht als es hieß: „Jetzt zeigt mal, was ihr im Umgang mit Hunden gelernt habt – auch wenn es ein fremder ist!“

Wir simulierten eine Begegnung mit Begrüßung und kurzem Gespräch. Aufgabe war, den Hundetrainer anzusprechen, ihm die Hand zu geben und anschließend auf angemessene Art und Weise Kontakt zu seinem Hund aufzunehmen.

Ohne jetzt zu sehr prahlen zu wollen: die Schüler machten das durch die Bank weg einfach super und zum Teil wirklich schon professionell – toll! Wir waren mächtig stolz, und für die Schüler war es eine Riesenleistung in jeglicher Hinsicht: fremder Mann, fremder Hund, fremde Situation… das war schon eine gewaltige Herausforderung!

 

Schule

Hunde-AG

 08.01. Luna

Also gestern die AG, ich muss schon sagen, das war eine echte Sternstunde! Selten hat mir etwas in der Schule so viel Spaß gemacht – und mir macht es ja eigentlich immer Spaß! Aber das gestern war schon irgendwie besonders. Frauchen und Raquels Herrchen erklärten nach einer kurzen Einführung, wie sie in den nächsten Stunden arbeiten wollen: Es gibt ab jetzt immer zwei Gruppen. Eine Gruppe beschäftigt sich mit einem “theoretischen Thema” rund um den Hund (Texte, Fragebögen, Arbeitsaufträge, kreative Aufgaben…). Die andere Gruppe arbeitet mit uns Hunden. Und da wir ja zu dritt sind und zwei Chefs dabei haben, können immer zwei Hunde mit den Schülern arbeiten. Die Schüler sollen sich in den nächsten Wochen festlegen, mit wem von uns sie richtig intensiv üben wollen und sich auch für einen Trick entscheiden, der dann perfektioniert werden soll. Nach der Hälfte der Zeit werden dann die Gruppen getauscht, die Theorie-Gruppe darf mit uns arbeiten, die anderen machen Theorie.

Für Raquel, Phalène und mich ist das wirklich klasse, denn wir können mehr mit den einzelnen Schülern arbeiten. Es gibt auch einige Zweierteams, die zusammen etwas üben wollen. Ich hatte zum Bespiel das Glück, zwei Unerschrockene zu erwischen (oder haben die mich erwischt?). Die wollen doch tatsächlich mit mir üben, dass immer einer mich dazu bringt, auf den Rücken des Anderen zu springen! Und soll ich euch was verraten? Die zogen das so cool und ruhig durch – dass ich genauso cool und ruhig mitmachte. Und ehe ich´s mich versah, stand ich. Auf dem Rücken des einen Jungen!! Irre, oder? Witziges Gefühl…s Na ja, der Fairness halber muss ich gestehen, dass ich mich in maximal 50 cm Höhe befand – aber die Beiden wollen daran noch arbeiten.

 

18.01. Luna

Hm-tja. Ich weiß, es ist schon Freitag, aber eigentlich hatte ich angenommen, dass die Schüler aus der AG etwas schreiben… Frauchen war sich nicht sicher, ob das heute schon im Tagebuch stehen würde. Da dachte ich, ein bisschen was verraten kann ich ja mal, bevor keiner was erzählt.

Also: Montag war klasse! Das mit der Aufteilung in zwei Gruppen war wirklich eine super Idee. Und ganz, ganz großes Lob an die Jungs der AG, die arbeiteten nämlich wie die Weltmeister, als sie am Theorietisch saßen, und waren mucksmäuschenstill. Phalène und Raquel und ich, wir legten uns mächtig ins Zeug und übten fleißig mit allen – „Kuckuck“ und Achten und Vorsitz und ich dieses komische Wie-komm-ich-auf-den-Rücken-des-Jungen-Dings. Wenn das mal so richtig klappt, sieht es bestimmt ziemlich spektakulär aus – “Luna, the flying Dog” oder so Noch machen sie sich ja ganz klein, und etwas rutschig ist es schon – aber ich kriege das hin, keine Sorge. Wir haben ja noch ein paar Wochen. Außerdem macht es einfach irre viel Spaß, und zwar uns allen!

Bis zur nächsten AG-Stunde – sind ja nur noch ein paar Tage…

 

Lust auf mehr? Geduld… 🙂

 

 

Mai 2014

Fast ein halbes Jahr ist schon wieder verstrichen…

Ähnlich wie im letzten Jahr war ich anfangs von so etwas wie einer Winterstarre (ich weigere mich, das D-Wort zu benutzen!) befallen und hatte einfach wenig Lust, regelmäßig von aktuellen Ereignissen zu berichten. Mittlerweile ist so Einiges schon ein Weilchen her …und ich werde wohl ordentlich in meinem Gedächtnis kramen und vielleicht auch ein wenig aussortieren müssen 🙂

Vielleicht fange ich einfach mal mit Mattes an.

Mattes ist der Boxer einer Kollegin. Wir kennen uns …tja, ich würde sagen, etwa zwölf oder dreizehn Jahre. Sie kam kurz nach mir an die Schule, und eine Zeit lang führten wir Parallelklassen. Ich kenne nur wenige Menschen, die derart engagiert ihrer „Arbeit“ (falsches Wort, aber ich finde „Berufung“ nicht wirklich besser, auch wenn es der Sache vielleicht näher käme) nachgehen – da bleibt dann zwangsläufig nur wenig Platz für Privates. Und es hat lange gedauert, bis die Umstände es erlaubten, dass sie über die Anschaffung eines Hundes nachdenken durfte – aber dann!! Was war das ein Hoffen und Bangen – und alle in ihrer Nähe fieberten mit. Ende März konnte sie dann endlich, endlich „ihr Baby“ ans Herz drücken und mit nach Hause nehmen.

Sie hat sich einen echt süßen, aber auch ziemlich anstrengenden Kameraden ausgesucht, der sie ganz schön auf Trab hält. Immer wieder lässt er sich irgendeinen Quatsch einfallen – wer kennt das nicht? So sind sie halt, die kreativen Welpen… und um dem jungen Mann mal ein bisschen Manieren beizubringen, durfte er recht früh schon mit unseren großen Damen Luna und Phalène Bekanntschaft machen.

Mattes und Phalène (1 von 8)

Luna war ganz die Grande Dame wie wir sie kennen und lieben. Sie hatte ja schon ihre Erfahrungen mit der Erziehung eines kleinen quirligen und manchmal auch frechen Welpen. Und Phalène ihrerseits ist alles andere als ein Kind von Traurigkeit! Also hieß es: abwarten und schauen, was passiert… und siehe da – nach einigen sehr klaren Ansagen von Luna war klar: diese Hündin besteht auf Individualdistanz und Ruhe. Und Mattes machte einen respektvollen Bogen um sie.

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Phalène dagegen ließ sich fast immer auf Mattes´ Spielaufforderungen ein und war extrem geduldig und großzügig, auch wenn der Welpe sie ein paarmal echt traktierte. Allerdings nutzte sie auch immer wieder die Gelegenheit ihn zu foppen und zum Spielen zu animieren, nur um ihn ein wenig vor sich her jagen (und in den Allerwertesten kneifen) zu können.

Mattes und Phalène (3 von 8)Mattes und Phalène (5 von 8)Kein Streit, keine Eifersüchteleien, einige wenige sehr klare Regeln – und nach einer etwas turbulenten Eingewöhnungszeit kehrte sogar so etwas wie Ruhe ein 🙂Mattes und Phalène (7 von 8) Mattes und Phalène (2 von 8)Luna nach Mattes (6 von 8)

 

Jahreswende 2013/2014

… kann man am vierten Tag des neuen Jahres noch von Wende sprechen…? Ich bin so frei.

Für die Ferien hatte ich mir eigentlich ein paar Sachen vorgenommen (am Blog arbeiten zum Beispiel), aber ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum mir die Tage immer irgendwie kürzer erscheinen als normal! Ich kriege einfach nicht alles geschafft, was ich wollte. Zwischendurch gehen ganze Blöcke zeitlich verloren: gerade haben wir auf dem Dachboden noch die Krippenfiguren gesucht – und im nächsten Augenblick sind von den Kindern schon alle Geschenke ausgepackt! Und immer wenn ich mich gerade hinsetzen und loslegen will (zumindest so rein mental), droht Lebensmittelnotstand, oder es muss ein Weihnachtsgutschein eingelöst werden – sofort! mit Mama! – oder Freunde laden zum Kaffee ein, oder die Kinder haben nichts mehr zum Anziehen (behaupten sie – wo kommen plötzlich diese Berge an Wäsche her?!)… Das alles ist ja eigentlich der ganz alltägliche Wahnsinn einer durchschnittlichen Familie. Nehme ich zumindest an. Nur lasse ich mich eben regelmäßig dazu verleiten zu glauben, dass eine Handvoll freier Tage quasi unerschöpfliche Zeitreserven verheißen fürs Relaxen, Lesen, Spazieren oder eben auch Blog-Schreiben. Stimmt leider nicht.

Immerhin habe ich es heute Morgen schon bis hierher geschafft 🙂 Und während ich nochmal zurückschaue und ein paar Ereignisse der letzten Wochen und Monate Revue passieren lasse, leben meine Whippetdamen ganz nach Hundemanier im Hier und Jetzt, mit allen Sinnen in der Gegenwart…

Hundeblog 2014

Seit einigen Wochen bin ich immer mal wieder dabei, das Blogmaterial zu sichten. Auch wenn nur eine Handvoll Menschen (denen ich dafür umso mehr danke!) das eBook gelesen haben, kann ich der Versuchung nicht widerstehen: Ich werde ein zweites Mal die Geschichten sammeln und ein Büchlein daraus zaubern. Dafür hat es beim ersten Mal einfach zu viel Spaß gemacht, als dass ich mir das entgehen lassen könnte!

Nun aber zur Rückschau. Zuerst ein Blick auf schulische Ereignisse.

Meine liebe Phalène hat da in den letzten Monaten so richtig abstauben können, denn sowohl in der Schule als auch zu Hause erlebte sie ein paar wirkliche Highlights. Bei den seit Anfang September regelmäßig stattfindenden Stunden Einzelförderung waren zwar beide Hunde anwesend, aber „Miss Charming“ Phalène hatte da ganz eindeutig die sprichwörtliche Nase vorn. Sie konnte sich nahezu immer den begehrten Platz auf dem Schoß des Mädchens sichern. Zwar brauchte sie anfangs ein „dickes Fell“ und musste viel emotionale Unausgeglichenheit aushalten, aber sie hat da ganz toll ihren Weg gefunden. Wenn es zuviel wurde, stand sie einfach auf. Das Mädchen dagegen wurde von Mal zu Mal aufmerksamer und war in den letzten Wochen bereits so sensibilisiert, dass sie ziemlich schnell Phalènes Befindlichkeit erkannte und angemessen reagieren konnte. Und so ganz nebenbei konnte ich ein wenig pädagogisch Fuß fassen…

Kurz vor Weihnachten fanden die Religions-Projekttage „Lichter in der Dunkelheit – Licht sein für Andere“ statt. Nachdem wir bereits die Vorankündigung veröffentlicht hatten, entschieden wir uns letztlich dagegen, die Hunde konzeptionell mit einzubeziehen. Sie durften die Gruppe lediglich am letzten Projekttag „besuchen“, standen aber thematisch nicht im Mittelpunkt.

Für mich persönlich war es schön zu erfahren, dass sich pädagogisches Engagement (auch und vielleicht gerade durch die Arbeit mit Hunden) wirklich lohnen kann. Im letzten Schuljahr (2012-2013) hatte ich ja über viele Monate sehr intensiv eine Schülerin betreut. Sie hat in dieser Zeit in ihrer Persönlichkeitsentwicklung für alle sichtbar wirklich tolle Fortschritte machen können. Zu Beginn des neuen Schuljahres (2013-2014) stand nun die Frage an, wie es weitergehen soll. Es war klar, dass auch andere Schüler die Gelegenheit bekommen sollten, diese besonderen Stunden erleben zu dürfen. Also hieß es Abschied nehmen… und es kam wie es kommen musste: Die Beziehung kühlte ab und wurde brüchig und wenig belastbar. Nach einer ziemlich unangenehmen Auseinandersetzung kurz nach den Herbstferien setzten wir uns deshalb zusammen. Was mich positiv überraschte war, dass wir beide sofort wieder anknüpfen konnten an das, was wir im letzten Jahr miteinander aufgebaut hatten. Aber wir stellten auch fest, dass die regelmäßigen Gespräche einfach fehlten. Und umso größer war meine Freude darüber dass die Schülerin von sich aus darum bat, kommen zu dürfen und mit mir reden zu können. Keine festen Zeiten. Egal, ob mit oder ohne Hund. Aber ab und zu… wenn was wäre… selbstredend, dass ich ihr das versprach! Seitdem haben wir uns mehrmals getroffen, ein paar Minuten nur meist – aber das reicht. Und tut uns beiden gut.

Und was gibt es aus der Freizeit zu berichten…?

Anfang November sind nach einer schier endlosen Saison mit mildem Wetter endlich, endlich auch die letzten Erdwespen verschwunden – ob gefressen, tiefgekühlt in einer der ersten kälteren Nächte oder einfach nur abgetaucht in dem Nest unter dem Strauch im Garten – wer weiß? Bleibt die bange Frage was wir unternehmen können, bevor das Ganze von vorne anfängt… Die Expertenmeinungen gehen da weit auseinander, auch bezüglich der Prognosen wie wahrscheinlich es ist, dass die Wespen dasselbe Nest erneut beziehen werden. Wir sind schrecklich entschlusslos. Ich würde allerdings höchst ungern einen weiteren Sommer so verbringen müssen!

Die beiden Stunden Reizangel-Training waren einfach nur ein Geschenk. Dass Phalène tief in ihrer Whippetbrust eine passionierte Jägerin ist, war mir klar. Aber mit welcher Leidenschaft sie sich auf das Training einließ, hat mich dann doch überrascht. Das müssen wir auf jeden Fall weiterverfolgen, sobald das Wetter wieder Windhund-geeignet ist!

Aber auch das Kontrastprogramm, nämlich der Mentaltrainingskurs, hat Spaß gemacht und Phalène an ganz anderer Stelle gefordert – Langsamkeit und aufmerksamer Blickkontakt wollen schon gelernt sein… 🙂 Da hat sie ganz klar in Luna ihre Meisterin gefunden. Auch nach bestimmt eineinhalb Jahren Pause kannte Luna noch den kompletten Parcours. Die wenigen Male, die sie uns begleitet hat (und eigentlich nur auf der Decke liegen und Phalène und mir zuschauen sollte), hat sie echt gezeigt, was sie draufhat: Klammheimlich aufgestanden und neben mich geschlichen, hat sie Phalène quasi unter ihre Fittiche genommen und in Freifolge mit ihr zusammen die Übungen gemacht nach dem Motto: Komm, ich zeig dir mal wie das geht…

Tja, und zuguterletzt bin ich natürlich beflügelt von Lukas und Falco, die ja tatsächlich bei Dieter Bohlen zum Supertalent gekürt wurden! Auch wenn Dog Dancing als solches wohl eher nichts für mich ist (dafür bin ich einfach zu träge), fand ich viele Tricks wirklich toll. Die Choreographie zwischen Mensch und Hund war beeindruckend und einige Kunststückchen einfach nur super lustig. Also flott jemand auftun, der Erfahrung hat, fragen wie´s geht – und jetzt wird eifrig gelernt und geübt! Mal sehen, was wir so schaffen 🙂

Oktober 2013

Herbstspaziergang-2Es sieht tatsächlich so aus, als hätte zwischenzeitlich der Herbst Einzug gehalten… und meine beiden Damen sind echte „Sturmhunde“! Noch ein paar Tage Ferien – und dann geht es schon wieder mit Riesenschritten auf Weihnachten zu.

Phalène hat zu Beginn des Schuljahres ein „neues Aufgabenfeld“ übernommen, sprich: eine neue Schülerin, die nun regelmäßig zu uns kommt. Es gibt ganz viele kleinere (und bestimmt auch größere) Kümmernisse, die dieses Mädel zurzeit beschäftigen, sodass es im Moment allen Beteiligten schwerfällt, einen Schulvormittag konfliktfrei zu überstehen.

Beim ersten Mal hatte es kurz vorher eine ziemlich heftige Auseinandersetzung mit anderen Mitschülern gegeben. Bei uns dauerte es dann fast eine halbe Stunde, bis das Mädel zu uns aufgeschlossen hatte und fragte, ob sie Phalène kraulen dürfte – und das, obwohl sich die Beiden schon lange kennen und auch keinerlei Berührungsängste bestehen. Wir haben keine Silbe miteinander gesprochen, weder über den Vorfall noch über etwas anderes. Phalène ließ sich am Ende der Stunde zwar mehrfach auf dem Schoß des Mädchens nieder, aber nicht für längere Zeit. Die große innere Unruhe, die auch deutlich spürbar bis zu mir strahlte, war einfach zu intensiv.

Auch die nächsten gemeinsamen Stunden verliefen ähnlich: Das Mädchen setzte sich, lockte Phalène zu sich kraulte sie hingebungsvoll und mit großer Ausdauer. Allerdings konnte es sich nicht wirklich konzentrieren, geschweigedenn in Phalène einfühlen; der wurde es dann einfach irgendwann zuviel, und sie stand auf und ging weg. Gesprochen wurde kaum…

In der Stunde vor den Ferien gelang dann zum ersten Mal etwas echt Schönes: Nachdem das Mädchen auf der Hundedecke Platz genommen hatte, rollte sich Phalène auf dem Schoß ein – und entspannte! Meinen immer gleichen Hinweis „achte mal auf die Augen – wenn sie zugehen und geschlossen bleiben, machst du es genau richtig“ konnte das Mädchen zum ersten Mal wirklich umsetzen, indem es immer wieder zu Phalènes Kopf hinsah. Und gleichzeitig entwickelte sich fast nebenbei ein erstes entspanntes Gespräch… Zur Pause, nach 25 Minuten, kam die Arme kaum noch von der Decke hoch – ihr war das Bein eingeschlafen 🙂

Vielleicht gelingt es uns ja, das Mädchen mit viel Geduld – und natürlich der nötigen Zeit – zu mehr emotionaler Ausgeglichenheit zu befähigen; das wäre schon ein gewaltiger Fortschritt! Aber dafür sind Wünsche und Hoffnungen ja schließlich da, oder…?

August 2013

Wer diesen Blog schon etwas länger verfolgt – oder vielleicht auch das E-Book heruntergeladen (und sogar gelesen!) hat, der erinnert sich eventuell an das eine oder andere, das ich über mich geschrieben habe… dass ich mich zum Beispiel fast immer so fühle, als sei ich auf der Suche. Auch wenn ich eigentlich einfach nur glücklich und zufrieden sein könnte, frage ich mich ganz oft: geht nicht vielleicht noch ein bisschen mehr…? Ein übler Anspruch, ich weiß – und in den seltensten Fällen werde ich mir selbst dabei gerecht, aber was soll´s 🙂

Es gab so viele tolle Momente, die ich im Laufe der letzten Monate in der Schule sammeln konnte, wenn meine Hunde zum Einsatz kamen; so viele kleine Augenblicke, in denen Luna und Phalène die Kinder wirklich in ihrem Innersten erreichten. Das sind einfach wunderbare Erfahrungen! Der Wermutstropfen an der Sache ist nur: Es ist oft anstrengend für die Hunde. Und auch ich muss, wie ich gemerkt habe, noch eine Menge dazulernen, um für Luna und Phalène wirklich auch ihrem eigenen Wesen und Temperament entsprechend Bedingungen zu schaffen, unter denen sie optimal mit den Schülern agieren können – eine wirklich große Herausforderung!

Dazu kommt, ich muss es gestehen: Es rumort seit einiger Zeit in mir. Gibt es vielleicht eine Hunderasse, die für diese Aufgabe noch besser gerüstet ist als meine beiden Whippets? Luna und Phalène sind, was Wesen und Einfühlsamkeit angeht, unschlagbar. Whippets sind ganz klar meine Rasse. Und meinen beiden Whippets gehört mein Herz. Aber trotzdem… bin ich irgendwie ein wenig auf der Suche, wenn auch noch nur im Geiste sozusagen. Mal sehen, was so passiert im Laufe der nächsten Monate und Jahre… Jahre wohl eher, denn ich wäre verrückt, würde ich an unserem Dreamteam etwas ändern! Ganz abgesehen davon habe ich Mann und Kinder, die Kinder im „besten Alter“ – und so nebenbei halt auch noch meinen Job an der Schule, den ich so gut wie möglich machen will!

Nun denn – wohin mich meine ersten zaghaften Überlegungen geführt haben, ist unschwer auf den Fotos zu erkennen – vielen Dank an die Züchterin Monika Rahnfeld, die mir freundlicherweise erlaubt hat, die Bilder zu veröffentlichen!

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Juli 2013

Juli?! Kann es sein, dass schon wieder über drei Monate vergangen sind?

Da war zunächst Lunas Geburtstag im April – vier Jahre ist unsere Liebe schon geworden! Unglaublich. Andererseits fühlt es sich für mich so an, als würde sie mich schon seit ewigen Zeiten in meinem Leben begleiten… ein schönes Gefühl. Und – ich werde nicht müde es zu sagen – ein Traum von einem Hund.

So. Genug der Schwärmerei. Zu den Ereignissen der letzten Monate:

Mitte April fanden die Religions-Projekttage zum Thema „Angst und Mut“ statt. Es gab nur ein paar Zeilen im Hundetagebuch, für Ausführlicheres fehlte die Zeit. Kurze Rückbesinnung… 🙂

Ich gehe meinen Weg - 2.1

Unsere bunt gemischte Gruppe aus Jungen und Mädchen der Mittel- und Oberstufe arrangierte sich sehr schnell mit der Ankündigung, dass diesmal ganz klar die thematische Arbeit im Vordergrund stehen würde: „Ich gehe meinen eigenen Weg.“ Also legten wir los…

Welche Ängste belasten unser Leben? – Sehr, sehr offen berichteten die Schülerinnen und Schüler über alltägliche, aber auch existenzielle Ängste, die sie empfanden. In fast allen Lebensbereichen (Familie, Freunde, Geld, Schule, Freizeit, Zukunft…) nannten sie sehr konkret belastende und ängstigende Faktoren, von denen sie teils persönlich betroffen waren.

Steine auf meinem Lebensweg – jeder skizzierte mal mehr, mal weniger detailliert die Stationen seines eigenen Lebens von der Geburt bis zum Tag der gemeinsamen Projektwoche. Unterschiedlich große Steine auf den Lebenswegen markierten das, was wir gemeinhin so leicht als „Schicksalsschläge“ abtun – hier kamen zum Teil Ereignisse zur Sprache, die sich an Tragik gegenseitig überboten: von der Trennung der Eltern bis hin zum Tod eines Geschwisters…

Sorgensäckchen – …wenn das so einfach wäre: alles, oder wenigstens etwas von dem, was uns belastet, einfach wegzupacken… aber auch dann muss man den Sack ja schultern! Hilft es vielleicht, wenn wir etwas dazupacken, das uns immer wieder neue Kraft gibt? Ein Ereignis, eine Erinnerung, einen besonderen Satz, oder auch die Freundschaft zu einem Menschen? Oder vielleicht die Treue eines Hundes…? wer weiß 🙂 Wir haben es versucht, unsere Säckchen vollgepackt mit dicken Kieselsteinen – und einem Glitzerstein, der uns Mut und Kraft geben sollte!

Spuren im Sand – die Geschichte eines alten Menschen, der sich zurückbesinnt und fragt, warum sein Leben lang im Sand zwei Spuren nebeneinander verlaufen – nur zu seinen schwersten Stunden nicht – und der Zweifel „warum hast du mich da allein gelassen“, der weggewischt wird mit den Worten „ich habe dich nicht allein gelassen, ich habe dich getragen“… diese Geschichte regte zum Nachdenken an. Wer wollte, hatte die Gelegenheit, aus buntem Fimo einen Talisman zu formen, als Glücksbringer oder Kettenanhänger, und nicht zuletzt auch als Erinnerung an unser gemeinsames Projekt.

Lebensweg - Symbole

Großen Spaß hatten wir bei den Dreharbeiten zu unserem Filmchen, das im Anschluss an die Projekttage ja bereits im Mai auf unserer Startseite zu sehen war.

Ein Satz zu unseren Hunden. Ja, sie waren dabei. Und obwohl sie alles andere als im Mittelpunkt standen, waren sie für die emotionale Stabilität glaube ich höchstnotwendig. Trotz des wirklich schwierigen Themas war unsere Gruppe wieder einmal von Ruhe und Rücksichtnahme geprägt, und wem das alles ein wenig zu sehr unter die Haut ging, der durfte sich – unser OK eingeholt – zu den Hunden setzen und ein bisschen die Seele baumeln lassen…

April 2013

Meine Güte – ist es wirklich schon April?! Unglaublich, wie schnell die letzten Wochen und Monate verstrichen sind…

Teils lag es bestimmt daran, dass es anstrengende Tage waren, mit viel Stress und den üblichen, mal kleineren, mal größeren Kümmernissen und Ärgernissen, die der Alltag so oft für uns bereithält. Höhen und Tiefen gehören halt dazu, im Beruf wie im Privaten – das Leben will gelebt werden!

Teils lag es aber bestimmt auch daran, dass ich persönlich das Gefühl hatte, der Winter würde in diesem Jahr überhaupt kein Ende mehr nehmen wollen. Spontan würde ich behaupten: Wir haben uns jetzt locker ein halbes Jahr mit Schnee und Eis, Wind und Temperaturen um den Gefrierpunkt (und manchmal weit darunter!) herumgeschlagen. Das ist auf Dauer nichts für so wenig kälteschutzisolierte Menschen wie mich, deren Finger nach kürzester Zeit aussehen wie aus dem Wachsfigurenkabinett – und ich kann mich nicht entsinnen, wann ich zum letzten Mal so konsequent mit Pudel-Mütze 🙂 unterwegs war, bei jedem noch so kleinen Gang vor die Tür! Mich hatte ganz klar so etwas wie Winter-Starre überfallen, zumindest schreibtechnisch.

Luna und Phalène haben zum Glück den Winter mit Bravour überstanden – wobei letztere sich ja tatsächlich ein kleines, feines Fettpölsterchen erschlichen hatte… na sowas! Wir arbeiten dran, und es schmilzt gerade so wie der sprichwörtliche Schnee in der Sonne – ist also quasi wieder weg, oder zumindest fast. War ja auch nicht viel, ein kleines Pfündchen eben (immerhin – auf elf Kilo Gesamtgewicht auch nunmal sichtbar). Heute lagen beide Damen in der Sonne im Wohnzimmer, und Luna ließ einen gründlichen „Frühjahrsputz“ über sich ergehen:

Frühjahrsputz mit Luna und Phalene

Was gibt es zu erzählen…? Phalène und Raquel haben ihren zweiten Geburtstag gefeiert; in der Schule haben wir mit unserer Hunde-AG kurz vor den Osterferien endlich, endlich ernsthaft angefangen, auf eine kleine Vorstellung hin zu üben, mit Programm und Mini-Auftritten und Musik und, und, und… das wird noch sehr spannend! Ich selbst habe die letzten Wochen emsig am PC gesessen und das Hundetagebuch durchstöbert – und daraus ein eBook zusammengestellt, das ich hoffentlich in den nächsten Tagen hier vorstellen kann. Letzte kosmetische Korrekturen aus der Hand des PC-Großmeisters (Herr Pollen, wer sonst 🙂 ), dann sollte es so weit sein…

Schnee von gestern – Sonne von heute – es wird vielversprechend wärmer,  der erste ausgiebige Spaziergang mit offener Jacke liegt gerade hinter uns – herrlich! Die Amseln trotzen schon seit Tagen den hartnäckigen Resten von Kälte und Usselwetter, und unsere Hühner haben pünktlich zu Ostern angefangen, wieder Eier zu legen, auch wenn sie dafür aus dem Gehege entwischt sind und sich ein „Nest“ in unserem Grünabfall-Kübel gebaut haben – na bitte. Gefunden hab ich die Eier trotzdem. Hihi.

Der letzte Tag der Osterferien klingt aus – was angesichts des tollen Wetters auf einmal nur noch halb so schlimm ist – da fällt das frühe Aufstehen irgendwie leichter, wenn ich weiß, dass mich Sonne und Wärme und sprießendes Grün erwarten – Leben!!

Weihnachten 2012

Weihnachten auf dem Sofa

Zeit zum Entspannen und Seele-baumeln-lassen… und für eine kleine Rückschau…

Insgesamt haben wir ein „dichtes“ Jahr hinter uns gebracht. Einige Veränderungen waren schon sehr einschneidend, sowohl beruflich als auch privat.

Das für meine Hunde und mich ohne Zweifel gravierendste Ereignis war der Besuch bei Anita Balser. „Nachher ist nichts mehr so, wie es vorher war“ – wer hätte gedacht, dass dieser Satz wirklich derart ins Schwarze treffen würde! Aus einem losen Mensch-Hund-Verband ohne wirklich gute innere Struktur ist ein Rudel geworden, dessen Kern ich bilde – wenn ich mich nicht gerade allzu doof anstelle (solche Tage gibt es leider auch immer wieder mal, zum Glück aber sehr selten).

Anita-Maus

Wie der Zufall manchmal so spielt…

Dieses kleine Maskottchen, unsere „Anita-Maus“, fand ich während meines Aufenthalts im Taunus. Während der Trainings-Spielsequenzen mit Luna und Phalène hat es mir wertvolle Dienste geleistet und wird mich fortan an diese zwei denkwürdigen Tage erinnern.

Das Zusammenleben mit meinen Hunden fühlt sich gut unrd richtig an, und mir geht das Herz auf wenn ich sehe, dass es ihnen ebenso gut geht wie mir. Ruhe und Ausgeglichenheit, ein harmonisches Miteinander und die selbstverständliche Orientierung an mir – was kann ich mehr wünschen…?

Die Arbeit an der Schule ohne eigene Klasse war anfangs gewöhnungsbedürftig und ist nicht weniger anstrengend, aber vielleicht auf gewisse Art wohltuend anders nach so vielen Jahren Klassenleitung. Highlight ist natürlich die Hunde-AG in der Oberstufe. Hier – wer hätte das für möglich gehalten! – haben wir tatsächlich dauerhaft dieses ganz besondere Klima innerhalb einer Gruppe, das uns schon während der Projekttage mehrfach aufgefallen war. Elf Schülerinnen und Schüler aus Klasse 8 und 9, jeder von ihnen mit seinem ganz persönlichen Päckchen beladen, das je nach Tagesverfassung mal mehr, mal weniger wiegt – und das wie stillschweigend verabredet für die AG-Stunden einfach vor der Tür bleibt… Trotz oft schlecht verlaufener Vormittage, trotz schwelender oder auch brandaktueller Konflikte oder belastender familiärer Ereignisse ist auch noch nach fast einem halben Jahr das Interesse an der Arbeit mit den Hunden ungebrochen. Und egal was war: Die AG-Stunden verlaufen ruhig. Das ist einfach faszinierend!

Die andere Besonderheit sind die Stunden, die ich „nur mit Hund“ und mit einzelnen Schülern gestalten darf. Zwei Stunden in der Woche stehen mir hier zur Verfügung – und ich muss sagen, das sind echte Perlen…

Mein spezielles Augenmerk liegt monemtan auf einem Mädchen und einem Jungen aus der Mittelstufe. Wir (vor allem das Mädel und ich, der Junge ist erst einige wenige Male da gewesen und muss noch „auftauen“) machen nichts Spektakuläres, sind nur zusammen, quatschen über dies und das, und Phalène ist anwesend – und plötzlich ergeben sich Themen wie von selbst, und es entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die mir ohne Phalènes Hilfe sicherlich nicht so gelingen würde… auf einmal können wir über sehr sensible, intime und auch unangenehme Dinge sprechen, ohne dass gleich innerlich abgeblockt wird… Phalène klettert oft auf unseren Schoß und rollt sich zusammen, meist bei mir, mit Kopf zum Mädchen… und strahlt eine Ruhe und Wärme aus…

Nicht jede Woche gelingt mir das Kunststück, dass der Funke überspringt, und ich bin auch sicher, dass so etwas erst langsam wachsen muss. Aber das zu erleben ist schon wirklich etwas ganz Besonderes…

Oktober 2012

Die Sommerferien sind seit geraumer Zeit vorbei (genau genommen auch schon die Herbstferien 🙂 unglaublich, wie schnell das manchmal geht…), hinter uns liegen bereits wieder einige Wochen Schule – und ich bin seit langem ohne eigene Klasse, mit nur noch 4 Unterrichtsstunden in meiner „alten“ Mittelstufenklasse und Fachunterricht in der Oberstufe – und mit 2 Stunden Hunde-AG sowie 2 Stunden individuell „mit Hund“.

Die AG, die ja nun ein Schuljahr lang regelmäßig einmal wöchentlich stattfindet, ist eine echte Herausforderung. Zum ersten Mal entsteht  auch der Wunsch nach etwas „Sichtbarem“, nach etwas, das wir zum Ende des Schuljahres irgendwie „präsentieren“ können…

Mein Kollege Jakob Pollen und ich haben uns den Kopf darüber zerbrochen, wie wir unsere Arbeit am besten gestalten sollen: 11 Jungen und Mädchen Klasse 9, ein jeder mit seinem ganz speziellen Förderbedarf; dazu unsere drei Hunde – und wir…

Eine willkommene Anregung war da Konstanze Jablonowski, von der vor einigen Wochen ein Praxisbuch (Lernbegleiter auf vier Pfoten: Theorie und Praxis der Kynopädagogik von Konstanze Jablonowski und Claudia Köse von Kohl-Verlag, 2012) herausgegeben wurde. In diesem Buch stellt sie unter anderem auf sehr ansprechende Art ihr Zirkusprojekt vor: Unterstützt von vielen Praxiskarten mit Fotos, erläutert sie anschaulich den Aufbau verschiedenster Übungseinheiten. Hier werden wir sicherlich die ein oder andere Anregung für unsere eigene Arbeit finden!

August 2012

Zwei Intensivtage bei Anita Balser liegen hinter uns… was für ein Erlebnis.

Da klar war, dass ich nicht mit zwei „Problemhunden“ anreisen würde, lag unser Augenmerk auf der Feinjustierung – sprich: soziale Kommunikation innerhalb unseres Rudels. Wobei es hierbei eigentlich um den Kern ging…und um mich…

Zunächst musste ich lernen, wer in unserem Rudel welche Position bekleidet und was dies für das soziale Miteinander bedeutet. Und obwohl meine Hunde „eigentlich sehr gut gehorchen“, musste ich die bittere Pille schlucken zu erkennen, dass ich  noch ein gutes Stück von einer souveränen Führung entfernt bin.

Gleichzeitig wurde mir klar wie wichtig es gerade für Luna und Phalène ist, dass ich hier gefragt bin und mich anders verhalten muss, um mich in den Augen der Hunde als eine gute Teamplayerin zu bewähren, die in der Lage ist ihr Rudel kompetent zu führen.

Ich habe erkannt, dass mir zunächst die soziale Kommunikation mit meinen Hunden gelingen muss und ich meine Aufgaben innerhalb des Rudels ernst nehmen muss.

Je besser mir das unter Anita Balsers Anleitung gelang, umso mehr konnte ich feststellen, wie sich diese elementaren Strukturen auf alle anderen Bereiche auswirkten – und wie sich plötzlich vermeintlich „kleinere“ (aber für die Hunde wichtige!) Probleme und viele Unsicherheiten wie von selbst erledigten.

Es ist unglaublich schwer, mit wenigen trockenen Sätzen auszudrücken, was in diesen zwei Tagen passiert ist – vieles fand auf einer für mich sehr subtilen Ebene statt. Aber ich kann für mich persönlich nur konstatieren: Es war genau das, was ich gesucht hatte.

Wer sich also wirklich intensiv  für die Wirkzusammenhänge im Rudel interessiert, wer bereit ist umzudenken und wer offen ist, einen etwas anderen Weg zu beschreiten, der sollte sich überlegen ob es nicht wert wäre, Anita Balser einmal persönlich kennen zu lernen… für mich hat es sich in jedem Fall gelohnt!

Nun heißt es: gewonnene Eindrücke verarbeiten, gelernte Zusammenhänge verinnerlichen – und zusammen mit Luna und Phalène Rudelharmonie leben… 🙂

Juli 2012

Die letzten Schulwochen waren noch einmal ziemlich ereignisreich:

Meine Hunde und ich durften mehrere Male in einer Eins-zu-Eins-Situation mit einem Mädchen arbeiten – und ich glaube, genau hier wird unsere Zukunft liegen, zumindest wenn wir etwas bewegen wollen.

Und die zwei Sporttage waren absolut gelungen! Unglaublich, wie entspannt ein sechsstündiger Schulvormittag sein kann, und wie harmonisch die Schüler im Umgang miteinander waren! Das macht ganz klar Lust auf mehr!! 🙂

Für mich wird sich daher einiges ändern im neuen Schuljahr – ich werde die Klassenleitung „meiner“ Mittelstufenklasse abgeben und als Fachlehrerin arbeiten.

Zusammen mit meinem lieben Kollegen Herrn Pollen werde ich eine AG mit Hund anbieten, in der wir mit einer Gruppe von Schülern einmal wöchentlich verschiedene Projekte rund um den Hund unternehmen werden.

Meine „Sternstunden“ (so hoffe ich doch!) werden am Freitagvormittag stattfinden: Hier habe ich regelmäßig zwei Stunden Zeit, mit meinen Hunden und einzelnen Kindern zu arbeiten – eine fantastische Chance und große Herausforderung – wir werden unser Bestes geben: unser Herz!

Juni 2012

Am 2. Juni haben Luna und ich (trotz des Teenager-Geburtstages meines Sohnes – ich durfte, ich hab gefragt!) in Alsdorf am Seminar „Hundesprache“ teilgenommen.

Neben bekannten, wenn auch mnemo-technisch vielleicht etwas angestaubten theoretischen Inhalten gab es einige zum Teil wirklich sehr interessante Video-Sequenzen. Anhand dieser Aufnahmen konnten wir all die Facetten hündischer Kommunikation, die uns aufgrund unserer Trägheit in Sachen Wahrnehmung so oft entgehen, einmal in Ruhe in slow-motion studieren. Was da alles mitgeteilt wird – und das oft in Bruchteilen von Sekunden – unglaublich!

Besonders spannend wurde es, als unsere eigenen Hunde (und anschließend auch wir) in den Fokus genommen wurden. Ich durfte die überraschende Erfahrung machen, dass meine ach so süße Hündin ganz schön die Hosen anhat und nicht, wie ihr Verhalten oft vermuten ließe, „ängstlich unterwürfig“ ist – sie behält alles und jeden im Blick und sich selbst das Recht auf Individualdistanz vor, die sie durchaus klar verteidigt!

Ganz nebenbei hat Luna sich zwischendurch den Titel „Houdini 2012“ erworben: Sie hat es fertiggebracht, gleich zweimal durch minimale Ritzen im Auto ins Freie zu diffundieren und zu mir zu kommen, weil ihr der Theorieteil zu lange dauerte…

Beide Male schlüpfte sie durch das etwa zu einem Drittel geöffnete Seitenfenster – aber aus dem Kofferraum am gespannten Kofferraumnetz vorbei?! Und beim zweiten Mal hatte ich sie extra von einem riesigen Bernerrüden bewachen lassen (ok, ihr Kumpel, und der saß in der Gitterbox) – wie dünn ist dieser Hund denn, bitteschön?! Unglaublich…

Ostern 2012

Pünktlich zu den Feiertagen geschah hier ein kleines Wunder: Ich bekam einen Anruf, mit dem ich eigentlich schon gar nicht mehr gerechnet hatte – und zwar aus Marburg, vom Anita-Balser-Büro!

Eine wirklich sehr, sehr nette Mitarbeiterin entschuldigte sich wortreich für die lange Verzögerung und legte sich dann organisatorisch mächtig für mich ins Zeug; und siehe da: Direkt nach Ostern stand ein Termin für mich fest!

Ich werde, wie es aussieht, am 1. und 2. August nach Eschbach reisen und mit meinen Whippets am Intensivtraining teilnehmen – und Anita Balser herself wird mich coachen – yeah!!

Bleibt also ab sofort Zeit genug, kribbelig zu werden… 🙂

März 2012

Wir haben es geschafft – und eine wirklich ganz bemerkenswerte Woche zum Thema „Respekt“ zu einem sehr gelungenen Abschluss gebracht…

Das Motto unserer Gruppe lautete „Respektvoller Umgang miteinander – was wir von Hunden lernen können„. Verständlicherweise war die Projektgruppe allein schon wegen unserer Hunde eines der zu wählenden Highlights von insgesamt 16 verschiedenen Angeboten.

Wir haben die Teilnehmerzahl auf 12 Schüler begrenzt ( ein „zusätzlicher“ Schüler nahm nur jeweils im ersten Unterrichtsblock teil); wie es der Zufall wollte, ergab sich eine bunte Mischung von Jungen und Mädchen aus den Klassen 4 bis 10…

Trotz  wirklich durchdachter Planungen und obwohl wir im Grunde nach jedem überstandenen Tag den nächsten noch einmal bis ins Detail durchgesprochen hatten, entwickelte die Gruppe eine unglaubliche Eigendynamik – wenn auch im positiven Sinne! Wen interessiert schon, ob das von den ollen Pädagogen anvisierte Lernziel der Einheit auch wirklich auf dem vorgegebenen Weg (oder überhaupt) erreicht wurde…

Auffallend war, dass es nicht ein einziges Mal zwischen den Schülern zu einem Konflikt kam. Und dass bei gemeinsam zu bewältigenden Aufgaben sehr interessante Arbeitsgemeinschaften entstanden, die, wären sie von außen vorgegeben gewesen, im Leben nicht funktioniert hätten. Und dass das Thema „Respekt“ innerhalb der Gruppe im Grunde kein Thema war – sondern eine Selbstverständlichkeit… Was gäbe ich darum, wenigstens einen Bruchteil dessen, was hier gelebt wurde, in den normalen Schualltag hinüberretten zu können!!

Wir werden das Ganze noch einmal überarbeiten und dann in unserer „Praxis“-Rubrik ausführlicher vorstellen. Und die zur Nachahmung empfohlenen Teile besonders hervorheben 🙂

Für unsere Hunde bleibt das Fazit, dass die manchmal wirklich anstrengende Arbeit, die wir Pädagogen in Schule leisten, auch an ihnen nicht spurlos vorüberzieht. Meine beiden Whippet-Mädels waren noch nie so erschöpft wie mittags, wenn wir nach Hause kamen – die Woche hat sie enorm geschlaucht. Immerhin haben sie uns an fünf  Tagen hintereinander jeweils für fünf Stunden begleitet.  Da stellt sich mir als verantwortungsvolle Besitzerin und Führerin des Rudels wieder einmal die Frage, wie viel ich meinen Hunden zumuten darf, und wo die Überforderung beginnt. Diese Woche hat uns alle an Grenzen geführt. Gut, das zu wissen – besser noch, ich mache das Richtige aus dieser Erfahrung! Für beide Hunde heißt das zunächst: Schulfrei bis nach Ostern.

Langfristig heißt das für mich aber auch: Umdenken. Wege finden. Die für unsere Schüler reizvoll sind – und für meine Hunde zu bewältigen 🙂

Weihnachten 2011

Mein erstes Resümee nach gut zwei Monaten:

Es ist nicht immer alles so einfach, wie man sich das vorstellt. Das Schulhund-Projekt ist wirklich toll, aber auch sehr, sehr anstrengend; nicht zuletzt für meinen Hund. Die Verantwortung wiegt enorm. Immer wieder ertappe ich mich bei dem Gefühl, in der ein oder anderen Situation nicht genügend Augen, Ohren oder auch nur Sensoren zu haben bei so vielen Kindern – auch wenn wir stets zu zweit sind. Umso wichtiger wird für mich, ein möglichst feines Gespür dafür zu entwickeln, wie Luna den Schulstress wahrnimmt und verarbeitet. Erste Erfolge beim Beziehungsaufbau zu den Schülerinnen und Schülern zeigen mir auf sehr eindringliche Art, dass für die Kinder der Schulhundtag ein echter Gewinn ist. Ein Mädchen hält sogar regelmäßig Kontakt zu mir auf diesem Blog; allein das ist einfach ein ganz tolles Gefühl – eine Verbindung auf einer ganz besonderen Ebene.

Hier die Interessen des Hundes nicht aus den Augen zu verlieren…

Ich liebe Luna, das steht außer Frage. Ich fühle mich ihr gegenüber absolut verpflichtet. Sie so genau wie möglich kennen zu lernen, sie so gut wie möglich zu verstehen, sie „lesen“ zu können – das ist, wonach ich strebe.

Vielleicht ist Anita Balser ja die Richtige. Eine Frau, die mich „Hundisch“ lehren kann… Mein Vorsatz für 2012 lautet deshalb: Es irgendwie einzurichten, bei ihr ein Intensivtraining zu absolvieren, um besser zu verstehen „wie Hunde ticken“ und letztendlich so meinen eigenen Hunden eine möglichst optimale Rudelharmonie angedeihen zu lassen. Hochtrabende Worte, ich weiß – mal sehen, wie viel davon sich verwirklichen lässt!!

September 2011

Hallo,

mein Name ist Nicola Tölle.

Ich bin Sonderschullehrerin an der Peter-Jordan-Schule in Hückelhoven.

Die Peter-Jordan-Schule ist das Kompetenzzentrum der Stadt Hückelhoven. Das heißt für uns Lehrer, die wir an der Schule arbeiten: Wir unterrichten Mädchen und Jungen, die Schwierigkeiten beim Lernen, mit der Sprache oder mit ihrem Verhalten haben – manchmal auch von allem etwas.

Da diese Jungen und Mädchen besondere Hilfen brauchen, sind nicht so viele Kinder in einer Klasse wie an anderen Schulen. Dafür haben wir vom ersten bis zum zehnten Schuljahr alles „unter einem Dach“!

Als Kompetenzzentrum ist unsere Schule auch für die Betreuung von Kindern an den Grund- und Hauptschulen der Stadt verantwortlich, wenn diese dort große Schwierigkeiten haben. Um ihnen den Verbleib an ihrer Schule zu ermöglichen, helfen ihnen einige Kolleginnen und Kollegen unserer Schule, sie kommen zum Beispiel mit in den Unterricht oder arbeiten auch außerhalb des „normalen“ Unterrichts mit den Kindern, sie führen Gespräche mit betroffenen Lehrern und Eltern und vieles, vieles mehr.

Ich selbst arbeite seit Juli 1998 an der Schule. Bis auf einige wenige Monate als Fachlehrerin habe ich immer eine eigene Klasse geleitet; zurzeit mache ich dies zusammen mit einem lieben Kollegen, denn wir haben viele Schüler (insgesamt 19) in unserer Klasse. Da ist es schon ganz nützlich, wenn man zu zweit ist.

Vor zwei Jahren (Juni 2009) habe ich mir einen lange gehegten Wunsch erfüllt und als fünftes Mitglied unserer Familie (mein Mann, meine zwei Kinder…) einen süßen kleinen Welpen in unser trautes Heim aufgenommen – Luna.

Luna ist eine Whippet-Hündin, die wir als acht Wochen alten Welpen bei einem Züchter gekauft bzw. abgeholt haben. Vorher haben wir sie ein paarmal besucht. Unsere Herzen hat sie im Sturm erobert!! Und weil ich einfach derart begeistert war von ihrer Ausstrahlung und ihrem einfühlsamen Wesen, habe ich schon da angefangen zu überlegen…

Aber dann hat es doch noch ein gutes Jahr und einen weiteren Hund (Phalène, April 2011) gedauert, bis ich mutig genug war die Idee, die mir seit geraumer Zeit im Kopf (und im Herzen!) herumschwirrte, in Angriff zu nehmen – ich habe mich zu einer Fortbildung angemeldet: Hundgestützte Pädagogik und Therapie bei dogMentor.

Luna und ich (na ja, vor allem ich) haben eine Menge wichtiger Dinge gelernt. Mit Abschluss dieser Fortbildung und dank Lunas toller Eignungs- und Belastungsanalyse dürfen wir jetzt gemeinsam als „Schulhund-Team“ eine ganz besondere Art von Unterricht gestalten!

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17 Kommentare zu “Nicola Tölle

  1. hi frau tölle ich freue mich schon auf montag 1. tag in der prowo ich wünsche mir echt das ich zu ihnen und herr pollen in die gruppe komme ich bin schon aufgeregt
    i ❤ dog´s i love raquel palène und luna i love you all hi hi

      • ich auch… und ich freue mich total auf diese woche… die wird bestimmt klasse… wünsche dir noch ein schönes wochenende und hoffe, dass es dir gut geht!!!

    • Hallo Patrick, vielen lieben Dank, dass du so fleißig geschrieben hast!! Ich antworte dir jetzt mal hier stellvertretend für alle Kommentare: Es freut mich riesig, dass du so viel Spaß hast – ist ja schließlich für uns und unsere Hunde ein großes Kompliment, wenn du sagst, dass es dir gefällt! Ich hoffe, dass du morgen genauso viel Spaß haben wirst… LG, Frau Tölle 🙂

    • hallo süße – der pc hat mir gar nicht angezeigt, dass du geschrieben hattest 😦
      war ganz ok, keiner von uns ist weggeflogen – ich war aber froh, dass ich eine mütze aufhatte, sonst hätte es mir bestimmt den schädel kahl gepustet 🙂
      und ich glaube, luna und phalène hätten sich auch lieber ein paar grad mehr gewünscht – was soll´s; wird schon irgendwann frühling werden!

  2. Hey echt süß die hunde. süße bilder von den drei;-) was machst du in den ferien? Und schade dass ich die hunde nicht mehr sehen kann deine hunde sind mir sehr nah:-| ich hoff wenn ich nicht mehr auf der schule bin dass wir noch kontakt haben. seitdem ich mit dir kontakt habe habe ich dich sehr gern. danke für alles;-)

  3. Hab leider keine Zeit um zu schreiben 😉 Musste nämlich gleich und sofort das Buch „Herz-Damen) kaufen. Ist schon auf meinem Kindle <3. Und das 2. Buch bei Amazon ist auch bestellt. Man, bin ich neugierig 🙂

    Hier fühl ich mich wohl ❤

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